Das, Loslassen!

Das Loslassen fällt so schwer,
das Abgeben fühlt sich so grausam an!
Während die Hände loslassen
und zum Abschied winken,
zerbricht das Herz in hundert und tausend Teile.

 

Während sich der Kopf zum Abschied leicht zur Seite neigt
und der Mund versucht ein Lächeln zu erzwingen,
blutet das Herz,
bebt die Seele.

Während die Augen versuchen ein Lebewohl aus zu strahlen,
schluckt die Seele die Tränen herunter.


Die Tränen,
sie in blutgetränkt, schwer und nicht sehbar.


Während jede einzelne Träne wir Steinbrocken auf das Herz fällen,
schreit das Herz auf:
Wie viel Last,
wie viel Schmerz,
und Qualen,
kann ein Menschenherz ertragen?

 

Während die Angst vor dem Loslassen zum verkrampften Festhalten führt,
wird das festhalten selbst zur Last.

Die Schwere der zu tragenden Last,
erdrückt, erstickt!

 

Während immer wieder die Angst vor dem Zerbrechen zuschlägt,
treibt die Angst vor dem Schmerz des Verlustes das Festhalten an.

Während der Verlustschmerz den Verstand in den Wahnsinn treibt,
füllen sich irgendwann die Augen mit Tränen.

Diese Tränen sind jedoch
klar, leicht und sehbar.


Und trotz allem, taucht nach dem Loslassen
weder der Wahnsinn auf,
noch geht die Welt unter.
Es fließt und läuft alles so weiter,
wie je zu vor!

 

Was zurück bleibt
ist der ewige Verlust
und
Einen neue Wunde im Herzen.
Eine Wunde,
die mit der Zeit zu einer Narben werden wird!


Offenbach, den 24.06.09 , Nebahat Tas